Kompetenzzentrum für Neuzugewanderte der ABEG: Willkommen und Ankommen

Nach dem Willkommen im Jahr 2016 steht nun das Ankommen im Fokus des Kompetenzzentrums für Neuzugewanderte bei der Arbeit & Bildung Essen Gesellschaft mbH (ABEG). Ganz im Sinne des ABEG-Mottos "Wir bringen Sie weiter" setzen sich 23 MitarbeiterInnen des gemeinnützigen Unternehmens im Kompetenzzentrum für Neuzugewanderte für die Integration sowie für die gesellschaftliche Teilhabe durch Bildung, Ausbildung und Arbeit für diese Zielgruppe ein. Die Projekt-MitarbeiterInnen sind Sprach- und Kulturmittler, Lehrkräfte für Kommunikation und Sprache, JobCoaches/VermittlerInnen und sozialpädagogische Fachkräfte. Insgesamt 160 Plätze und nach Bedarf zusätzliche Einzelcoachingplätze stehen in diesem als Modellprojekt finanzierten Angebot zur Verfügung.

"Das Hauptziel des Projektes ist es, die Teilnehmenden chancenorientiert zu aktivieren, zu stabilisieren und zu qualifizieren und sie damit letztendlich in die Gesellschaft zu integrieren", erläutert Projektleiterin Elena Kromm. So sollen die Anschlussperspektiven forciert, das Arbeitsbündnis in Form von Verlagern der Verantwortung auf den Geflüchteten neu justiert und die Integration in den Arbeitsmarkt intensiv vorangetrieben werden. Dabei steht die Integration in den Arbeitsmarkt klar im Vordergrund.

Der Teilnehmerkreis im Kompetenzzentrum setzt sich aus anerkannten, erwerbsfähigen Flüchtlingen aller Herkunftsländer zusammen, die beim JobCenter Essen im Leistungsbezug stehen. Sie stammen zu 70 Prozent aus Syrien, gefolgt von Irakern, Iranern, Eritreern und Afghanen.

"Die Hoffnung, dass sich unter den Geflüchteten mehrheitlich Fachkräfte befinden, hat sich auch bei uns im Kompetenzzentrum nicht bestätigt", erklärt Doris Walencki, Bereichsleiterin bei der ABEG. Die Teilnehmenden seien in der Regel lernungewohnt, berufsunerfahren und könnten keine oder nur geringe Kompetenzen für den ersten Arbeitsmarkt vorhalten. Aber um dies zu ändern, seien sie schließlich bei der ABEG, resümiert Doris Walencki.

Individuelle Perspektiven entwickeln - InCheck-Messung als Grundlage
Im Kompetenzzentrum für Neuzugewanderte wird mit jedem einzelnen Teilnehmenden eine individuelle Perspektive entwickelt. Und einer der ersten Schritte ist die InCheck-Messung, eine Potenzialanalyse auf Soft-Skills-Basis zur Erstanalyse, die außerdem belastbare Aussagen zur emotionalen Stabilität des Geflüchteten liefert.

InCheck erfasst persönliche Kompetenzen, Interessen und Entwicklungspotenziale, unabhängig davon, ob und welche beruflichen Erfahrungen gesammelt wurden, welche Ausbildungen oder Zeugnisse vorliegen oder eben auch nicht vorliegen.

"Wir haben uns für InCheck entschieden, weil die Messung die Sprachfähigkeit, Gesundheit und berufliche Vorbildung mittels Selbstauskünften einbezieht und weil der Fragenkatalog in neun Sprachen vorliegt", sagt Elena Kromm. Die Messung dient als Basis dafür, die Arbeitsmarktnähe der Geflüchteten festzustellen, ihre beruflichen Potenziale zu identifizieren und gemeinsam mit ihnen berufliche Perspektiven zu entwickeln.

Somit bildet InCheck die Grundlage für die weitere Vorgehensweise in Richtung Aktivierung und Vermittlung in den Arbeitsmarkt. Die ABEG koppelt die Messung zusätzlich mit einer Sprachstandserhebung.

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