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Wird die neue Bundesregierung ihre Chance für die Arbeitsmarktintegration der Geflüchteten nutzen?

Das Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien präsentierte am 15. März 2018 einen Forschungsbericht über den Arbeitsmarktzugang für Geflüchtete. Darin formulieren die Experten unter anderem Handlungsempfehlungen für die Politik.

Gerade einmal fünf der 178 Seiten des neuen Koalitionsvertrages von CDU/CSU und SPD beschäftigen sich mit Migrationspolitik, etwas mehr als eine davon mit der Ausgestaltung der
Integrationspolitik. Doch die Zahlen trügen. Das Thema Integration wird auch unter einer neuen großen Koalition einen zentralen Platz in der politischen Agenda einnehmen.

Stand bisher zunächst die Frage der Aufnahme von Geflüchteten im Zentrum, so wird es in Zukunft vor allem darum gehen, wie die Schutzsuchenden, die in Deutschland bleiben werden, eine dauerhafte Perspektive entwickeln können. Entscheidend dafür ist, ob es ihnen gelingen wird, Anschluss an den Arbeitsmarkt zu finden.

Die Voraussetzungen dafür sind gut, die Herausforderungen allerdings groß. In vielen Regionen herrscht praktisch Vollbeschäftigung. Unternehmen arbeiten bereits über ihren langfristigen Auslastungsgrenzen.

Nie gab es bundesweit mehr offene Stellen als Ende 2017, im Dezember waren es 1,2 Millionen. Für Zugewanderte und andere Jobsuchende sind dies eigentlich ideale Bedingungen für einen erfolgreichen Start in den Arbeitsmarkt.

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  • Welche beruflichen Fähigkeiten und Qualifikationen haben in Deutschland angekommene Flüchtlinge?
  • Auf welchen Wegen finden sie ihren Weg in lokale Arbeitsmärkte?
  • Wie blickt die Wirtschaft auf die Potenziale und Risiken der Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten?
  • Welche Rolle spielt eine schnelle bzw. langsame Arbeitsmarktintegration für eine langfristige gesellschaftliche Integration?

Der Bericht fasst aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zu diesen Fragen zusammen und veranschaulicht Konzepte, Projekte und Perspektiven zur Verbesserung des Arbeitsmarktzugangs von Flüchtlingen und stellt weiteren Forschungsbedarf dar.

Der Bericht und die Handlungsempfehlungen können hier heruntergeladen werden.

Quelle: MiGAZIN-Newsletter vom 15.03.2018